Psychotherapie

 

Psychotherapie ist ein Heilverfahren und soll Menschen erreichen,

die in einem seelischen Leidenszustand sind. Im Zweiergespräch

liegt der Fokus auf der Person des Klienten, der Klientin und ihr

Persönlichkeitsmuster. 

Psychotherapie versucht durch die Begleitung durch die Psychotherapeutin

den Weg zum inneren Erleben zu finden und von diesem Erleben

aus Ängste, Konflikte, Bedürfnisse begreifen zu lernen, einem Erleben

neue Bedeutungen zu geben und befriedigende Wege der

Lebensführung zu entwickeln.

Die verschiedenen Therapierichtungen legen einen unterschiedlichen

Blickwinkel auf die Entwicklung und Veränderung von Leidenszuständen: 

Klientenzentrierte Psychotherapie

 

Die Klientenzentrierte Psychotherapie 
basiert auf drei wichtigen Grundhaltungen:

  • eine akzeptierende und

  • einfühlende/empathische Beziehung wird aufgebaut, in der

  • die Therapeutin mit all ihrer Achtsamkeit und inneren Resonanz

  • anwesend ist.

 

In diesem Rahmen können innere Konflikte, unangenehme Gefühle, körperliches Erleben, Verhaltensmuster, Selbstwert, ungenutzte Potentiale zum Thema werden. 

Wir nehmen den Stellenwert der Beziehung besonders wichtig, denn unsere Lehre sagt, dass innere Konflikte dadurch zustande kommen, dass Kinder so abhängig von Zuwendung und Gemochtwerden von den Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen sind, dass sie alles tun, um dies aufrecht zu erhalten. Das kann zu leichten oder schweren Unstimmigkeiten mit dem authentischen Erleben führen. Abwehr, Verdrängen, Verbiegen von eigenen Wünschen und Bedürfnissen und Angst sind die Folge. Umlernen braucht daher eine neuerliche Begegnung mit einer Person, wo Erleben ohne Bedingungen geäußert und Ausprobiert werden kann. 

Reflektierendes Gespräch, die Focusing-Methode, bei Bedarf Rollenspiel, Aufstellungen, Innerer Dialog sind einige der Möglichkeiten, Veränderung zu ermöglichen

 

Systemische Partner- und Familientherapie

 

Die systemische Partner- und Familientherapie bezieht alle ins Geschehen involvierten Personen mit ein. Das kann virtuell geschehen oder in realer Anwesenheit aller Betroffenen.

Das Augenmerk liegt auf den Beziehungs- und Kommunikationsmuster und weniger auf der Lebensgeschichte oder der Persönlichkeit. Die Frage ist: Gibt es Muster oder Rollen in den Beziehungen, die ein konstruktives Miteinander erschweren. Die Therapeutin bleibt dabei zu den beiden Partnern als Personen neutral, ergreift im Konflikt nicht Partei (außer es geht um Verletzungen), sondern hilft, dass die Partner/Familienmitglieder sich gegenseitig verständlich machen können und damit zu einer neuen Akzeptanz kommen können. 

In der Systemischen Familientherapie versucht der Therapeut/die Therapeutin mit Hilfe einer ressourcen- und lösungsorientierten Haltung Konflikte.

Hypnotherapie und Traumatherapie

Bei dieser Therapieform wird in tiefer, aber wacher Entspannung (nicht in Hypnose) gearbeitet. Das Bewusstsein ist reduziert auf einen Focus. In dieser tiefen Entspannung können Erinnerungen auftauchen, zukünftige Szenarien etabliert und neue Dimensionen des Erlebens eröffnet werden. 

Diese Therapieform eignet sich besonders gut, um unerledigte Lebensereignisse bewußt zu einem Abschluss zu bringen oder Gewohnheitsänderungen einzuleiten.

In der Traumaverarbeitung nützt die tiefe Entspannung, die angsterzeugenden Inhalten unter intensiver Begleitung durch die Therapeutin abschließen oder von ihrer aufdrängenden Intensität befreien zu können. Eine daraus entwickelte Methode sind EMDR und Brainspoting.

Hypnotherapeutische Arbeit braucht eine stabile und vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeutin und Klient/Klientin und wird erst nach einer gewissen Therapiedauer eingesetzt.