Burn-out Projekt

75 Personen, die an einem akuten Erschöpfungszustand im Schweregrad eines Burnout leiden, können an einem 3 Monate dauernden Therapieangebot teilnehmen.

Dieses Therapieangebot ist zugleich eine Anwendungsbeobachtung für das Nahrungsergänzungsmittel Reload24® der Firma Ökopharm, die sich auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und Reload24® speziell für die Rehabilitation von Burnout-Zuständen entwickelt hat.

Durch die Teilnahme an der Studie wird sich das Zustandsbild des Burnout-Syndroms möglicherweise verbessern mit positivem Nutzen auf Ihre Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit. Sie können sich entscheiden, ob Sie entweder ein durch den Arzt verordnetes Medikament (das Medikament würde er auch ohne Ihre Studienbeteiligung verordnen) nehmen möchten, das Reload24®, ein natürliches Produkt aus Vitaminen und Spurenelementen, oder auch kein Produkt.

Das Therapieangebot besteht weiters aus einer

  • umfassenden klinisch-psychologischen Eingangsdiagnostik (die würden Sie eventuell auch ohne die Studienbeteilung machen)
  • wöchentlichen themenzentrierten Gruppengesprächen zur Verarbeitung des Burnout
  • freiwilliger Teilnahme an einer Achtsamkeitsmeditation
  • einem Abschlussgespräch
  • einer Abschlussdiagnostik mit derselben umfassenden Testbatterie

Aus diesen Angeboten entstehen Ihnen keine Kosten. Nach ausführlicher Information erklären sie sich eventuell einverstanden, bei diesem Programm für die drei Monate zu bleiben und ein Tagebuch über die Einnahme von Reload24® zu führen. Wir hoffen, dass es Ihnen hilft, wieder gesund zu werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an uns oder an Ihren Haus- oder Facharzt im 23. Bezirk. Die meisten Ärztinnen und Ärzte sind über das Projekt informiert.

Information und Anmeldung: sonja.kinigadner@institutlebenskunst.at
Tel: 01 8887677

Erste Hilfe bei Erschöpfungszuständen

Der Selbstcheck

Sind Sie in einem der Stadien von Erschöpfung?

Diagnose der Situation

Was ändern? Meine Arbeit, meine Familie oder mich? Andere Personen haben in einer Studie
folgende Belastungen in der Arbeit oft genannt:

  • zuviel Arbeit/Überlastung
  • fehlende Regeln bei Urlaub und Krankenständen
  • unfreiwillige Verpflichtungen
  • mangelnde oder fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte
  • nicht nachvollziehbare Entscheidungen
  • Konkurrenz
  • Unfairness
  • fehlende Unterstützung
  • durch Kollegen
  • fordernde Kunden
  • Familiensorgen oder alles zusammen DAS BRAUCHT GESPRÄCHE

Diagnostik Ihrer persönlichen Verhaltens- und Erlebensweisen

A(ktivitäts)-Typ

  • Arbeit ist für mich der wichtigste Lebensinhalt.
  • Mein Beruf ist mein Hobby
  • Bis spät abends/ohne Urlaub/am Wochenende arbeiten hat mir noch nie was ausgemacht.
  • Für meine berufliche Zukunft nehme ich mir viel vor.
  • Ich bin ehrgeizig
  • Einen Krankenstand kann ich nicht nehmen, Ohne die Arbeit ist mein Leben unerfüllt

T(üchtigkeits)-Typ

  • Ich habe noch immer alles geschafft.
  • Nein sagen fällt mir sehr schwer
  • was ich brauche, weiß ich gar nicht
  • ich kann nie abschalten, habe immer Gedanken/Sorgen im Kopf
  • Einen Krankenstand kann ich nicht nehmen, weil ich in der Firma sein sollte

P(erfektionismus)-Typ

  • Meine Arbeit soll stets korrekt sein
  • Was man nicht selbst macht, ist nicht gut erledigt.
  • Ich kann nichts halb fertig stehen lassen
  • ich muss es immer genau machen
  • am Abend muss alles erledigt sei

K(ränkt)Typ

  • mir legt man Steine in den Weg
  • ich bekomme die gerechte Chance nicht
  • immer muss ich zurückstecken
  • mir weicht man aus
  • auf meine Argumente hört man nicht

Was brauchen Sie besonders?

Sie sind eher ein A-Typ
Die Arbeit ist vermutlich nicht nur ihr Hobby, sondern zuständig für ihren Lebenssinn. Sie wollen etwas im Beruf erreichen. Pausen, lockere Tätigkeiten, Freizeit, Ferien, die der Erholung dienen, dem geben sie wenig Wert und Bedeutung.
Entspannen heißt bei Ihnen von der Bedeutsamkeit der Arbeit Abstand nehmen und andere Lebensbereiche, vor allem auch „Nutzlose“ in Ihr Leben zu integrieren.
Außerdem brauchen Sie einen neuen Rhythmus zwischen Aktivität und Pausen.

Sie sind eher ein T-Typ
Stark zu sein und alles zu schaffen verleiht Ihnen ein gutes Gefühl. Sie stehen immer wieder auf. Gebraucht werden gibt Ihnen Lebenssinn. Sie sind die Person, zu der man immer kommt, denn sie helfen bestimmt. Aber: Wann ist man tüchtig genug gewesen?
Wenn Sie eine Pause brauchen, dann von ihrem Durchhaltevermögen. Leider setzen Sie Ihre Stärke zum Nein-Sagen nicht ein, sondern um den Rucksack der anderen mit zu tragen. Für Sie geht es darum, das Gebraucht-Werden zu reduzieren. Und sich gut zu fühlen, wenn Sie „egoistisch“ sind. Denn sie dürfen auch Bedürfnisse haben.

Sie sind eher ein P-Typ
Sie setzt ihre Suche nach dem Besten und Perfekten unter Druck. Sie investieren viele Stunden, um sich nicht nachsagen zu lassen, sie hätten einen Fehler gemacht. Oder etwas vergessen. Leider endet Perfektionismus nie, immer kann noch etwas besser gemacht werden.
Deswegen heißt Ihre Entspannung Großzügigkeit. Sie müssen die Spannung aushalten lernen, dass etwas (scheinbar) unfertig bleibt oder einen Fehler haben könnte und dennoch nichts Schlimmes passiert. Meist könnten Sie sich darauf verlassen, dass niemand außer Ihnen unzufrieden ist und wenn, kann man darüber reden.

Sie sind eher ein K-Typ
Das kann gut sein, Unfairness, mangelnde Anerkennung und Unterstützung, kollegiale Konkurrenz sind grassierende Verletzungen des Arbeitsklimas. Keine Frage, dass Ihre Klage zurecht ist. Andererseits könnte es auch sein, dass es Ihnen gut täte, Verletzungen der Fairness nicht als persönliche Zurückweisung zu sehen oder verstehen zu lernen, innerhalb welcher größeren Umstände dies passiert (z.B. Angst des Vorgesetzten vor seinem Vorgesetzten). Manchmal wirkt es befreiend, das Recht auf sein Recht gleichmütiger zu nehmen. Ihre Entspannung heißt Gleichmut. Manchmal allerdings muss man seinen Hut nehmen und gehen.

Vorschlag für einen Tagesablauf im Krankenstand *)

  1. Aktives Aufstehen mit 10 Minuten Dehnen, Bewegung oder aktivem Atmen.
  2. Langsames Frühstück ohne Ablenkung.
  3. Eine Runde in der frischen Luft. Dabei möglichst mit allen Sinnen beim Spaziergang sein und üben, die grübelnden Gedanken beiseite zu schieben.
  4. Zeit für eine Verwöhnung. Dabei überlegen Sie, was Sie aus Ihrer Do-To-Liste loswerden könnten.
  5. Einkaufen fürs Mittagessen. Was Gutes kochen und genüsslich essen.
  6. Power-Schläfchen
  7. Zeit für aktiv Nutzloses und Kreatives: Fotosession fertig stellen, eine Schuhschachtel bemalen, Liste der CDs machen, Blumen arrangieren, ein Gedicht schreiben, etc. Frei vom Druck, dass etwas daraus werden muss. Fernsehen und Playstation gelten nicht.
  8. 15 Minuten in die Luft schauen.
    Sich ins Leben werfen: Kinder abholen, Freundin anrufen, Markt besuchen, Partnergespräche.
  9. Zur Ruhe kommen: ein Glas Wein, ein Buch lesen. Philosophieren, 10 Minuten Meditation, baden, Sauna.
    Achtung: Fernsehen regt auf!
  10. Früh in’s Bett

*) Wenn Sie nicht im Krankenstand sind, dann entnehmen Sie dem Plan eine Idee oder gestalten einen freien Tag nach diesem Vorschlag